Poker WM Pius Heinz

Die Poker WM hatte gerade erst begonnen, und schon wurde der große Pius Heinz, der noch vor einigen Monaten mit seinem unglaublichen Sieg Schlagzeilen machte, aus dem Rennen geworfen. Für ihn ein herber Rückschlag, doch er will sich künftig ohnehin auf etwas anderes als das Pokern konzentrieren. Erst 2011 gelang es dem Deutschen, die Poker Weltmeisterschaft als Sieger zu verlassen und seinen Gewinn in Höhe von 8,7 Mio. US Dollar einzustreichen.

Pius Heinz bei Poker WM

In Las Vegas ist er noch immer ein gefeierter Spieler, denn wie alle WM Sieger hat auch er einen Platz im Pokersaal erhalten. Das fast lebensgroße Porträt wird das Rio Casino wohl auch in Zukunft zieren. Bei dem aktuellen WM Lauf war es um große Fähigkeiten aber eher schlecht bestellt. Hier musste sich Heinz schon wenige Stunden nach dem Start verabschieden, denn so geglänzt wie 2011 hatte er diesmal leider nicht. Der Hype um seinen WM Titel scheint aber zumindest in Vegas noch immer nicht verflogen, und auch hierzulande spricht man von ihm als sei er ein Held.

Aktuell kann die Konkurrenz aufatmen, denn seit Pius Heinz aus dem Rennen ist, wurde eines ganz deutlich: Ihm ist die Lust am Pokern wohl schon vor einiger Zeit vergangen. Er selbst sagte dazu: „Es macht momentan keinen Spaß, woran das liegt, weiß ich nicht. Es gab auch keinen Auslöser. Ich spiele eigentlich fast gar kein Poker mehr. Und ich weiß auch nicht, ob ich in naher Zukunft wieder verstärkt damit anfangen werde.“

Genau genommen sollten 8,7 Millionen USD auch vollkommen ausreichen, um die Fühler nach Alternativen auszustrecken. Wie schlecht es um seine Lust bestellt ist, zeigte sich bereits im vergangenen Jahr, denn auch damals war es ihm nicht möglich, sich für die bezahlten Plätze zu qualifizieren. Die derzeit laufende Poker WM dauerte für ihn gerade einmal knapp über acht Stunden. Danach hatte sich die ganze Sache auch schon erledigt.

Natürlich wurde Heinz sofort gefragt, ob er selbst keinen Druck verspürt. Daraufhin gab er zu verstehen: „Ich bin eigentlich zufrieden, wie ich gespielt habe. Aber natürlich regt es einen auf, und man ist enttäuscht„, sagte Heinz, der anstelle seines berühmten weißen Kapuzenpullis von damals diesmal eine graue Ausführung trug: „Ich habe ja das riesengroße Glück, dass ich nicht pokern muss, um meine Rechnungen zu bezahlen. Und wenn mir der Spaß fehlt, verstehe ich nicht, warum ich spielen sollte.

Aktuell ist nicht einmal klar, ob sich Pius Heinz noch einer WM stellen wird. Zumindest sieht es nicht gerade nach Euphorie aus, die sich bei ihm ausbreitet. Man darf gespannt sein, welchen Weg er in den kommenden Jahren einschlagen und ob Poker in seinem Leben überhaupt noch eine Rolle spielen wird.

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